In mehr als drei Jahrzehnten hat Ulrike Boos ganz unterschiedliche Menschen und Generationen in der Gemeinde begleitet. Allein 20 Jahre war sie in der Eltern-Kind-Arbeit tätig. Sie teilte mit zahlreichen Eltern und ihren Kleinkindern schöne Momente, war aber auch bei Sorgen, Nöten und schweren Schicksalsschlägen an ihrer Seite. Besonders in Erinnerung bleiben ihr die jährlichen Borkum-Freizeiten und die intensiven Begegnungen mit den Familien und den ehrenamtlich Mitarbeitenden. „Mir wurde in dieser Zeit von allen Seiten stets viel Vertrauen und Wertschätzung entgegengebracht“, sagt Ulrike Boos rückblickend. 

2006 übernahm sie als Nachfolgerin von Margret Neuenfeldt die Seniorenarbeit. Als die Kirchengemeinde später die Trägerschaft des Begegnungs- und Beratungszentrums für Senioren übernahm, kam 2017 ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld hinzu: Nach entsprechender Weiterbildung beriet Ulrike Boos Seniorinnen und Senioren zu Fragen rund um Pflege und Wohnen im Alter. Dabei konnte sie auf ein großes Team engagierter Ehrenamtlicher zählen, ohne das, wie sie selbst sagt, die umfangreiche Begegnungsarbeit nicht möglich gewesen wäre. 

Nach so vielen Jahren fällt der Abschied nicht leicht. Ulrike Boos geht „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“. Aber ganz aus Großenbaum verabschiedet sie sich ohnehin nicht: Sie bleibt Gemeindemitglied und Bürgerin des Stadtteils und freut sich deshalb schon auf viele weitere Begegnungen. Auch die BBZ-Arbeit wird nach ihrem Eintritt in den Ruhestand fortgeführt. Die Evangelischen Dienste Duisburg besetzten die Stelle neu; für einen guten Übergang wird Ulrike Boos selbst noch einmal mithelfen und ihre Nachfolge bei der Einarbeitung unterstützen.